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Der franconAI KI-Projekt Blueprint: Wie sich KI-Investitionen wirklich auszahlen

Veröffentlicht am 10. Februar 2026 von Benedikt Herlt

In der aktuellen Goldgraeberstimmung rund um Kuenstliche Intelligenz wird der Markt von immer neuen Tools geflutet. Doch waehrend das Marketing verspricht, dass KI bald ganze Abteilungen ersetzt, sieht die Realitaet in den Unternehmen oft anders aus: Projekte versanden, Budgets werden verbrannt und der erhoffte ROI bleibt aus.

Der Grund dafuer ist selten die Technologie selbst. Die meisten KI-Automatisierungsprojekte scheitern an einer falschen strategischen Grundlage.


Der groesste Fehler: Die falschen Prozesse automatisieren

Viele Unternehmen begehen den Fehler, das Offensichtliche zu automatisieren, anstatt das Profitable. Ein klassisches Beispiel: Wer die Rechnungsstellung fuer fuenf Neukunden pro Woche automatisiert, mag technologisch innovativ klingen, hat aber ein „Geldgrab" mit gedeckeltem ROI geschaffen. Der Aufwand fuer Entwicklung und Wartung steht in keinem Verhaeltnis zur Ersparnis.

Echte Effizienz entsteht dort, wo Prozesse hohe Volumina aufweisen oder strategische Flaschenhaelse loesen. Doch Technik allein reicht nicht. Zwei oft unterschaetzte Faktoren sind:

  1. Die Team-Adoption: Ein System ist nur so gut, wie es genutzt wird. Ohne ein Verstaendnis fuer die Arbeitsweise der KI und ohne Vertrauen der Mitarbeiter bleibt jede Software ein Fremdkoerper.
  2. Fehlendes „Human-in-the-Loop"-Design: Es herrscht oft der Glaube, KI koenne alles allein. Das fuehrt zu gefaehrlichen Qualitaetsverlusten.

KI hat kein Urteilsvermoegen

Ein kritisches Missverstaendnis betrifft das Entscheidungsvermoegen. Gerade Prozesse, die ein hohes Mass an menschlichem Urteilsvermoegen erfordern, koennen derzeit noch nicht vollstaendig an eine KI delegiert werden.

Nehmen wir ein banales Beispiel: Die Auswahl eines Foliendesigns fuer eine Kundenpraesentation. Eine KI wird oft beide Entwuerfe „super finden", weil ihr der Kontext fuer aesthetische Nuancen oder spezifische Kundenvorlieben fehlt. Wir duerfen nicht vergessen: Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude „sehen" keine Bilder oder Designs so, wie wir Menschen es tun – auch wenn uns das geschickte Marketing das vorgaukelt.

Einen tieferen Einblick dazu geben wir in unserem kommenden Blogpost zum Thema VLM – Vision Language Models.


Der Blueprint: Fragen, die Sie sich vor dem Start stellen muessen

Bevor wir bei franconAI eine Zeile Code schreiben, evaluieren wir mit unseren Kunden die strategischen Leitplanken. Wenn Sie ein KI-Projekt planen, sollten Sie folgende Fragen klaeren:

  • Mensch im Loop oder am Loop? Muss ein Mitarbeiter jede Entscheidung bestaetigen (In the Loop) oder ueberwacht er nur das Gesamtsystem (On the Loop)?
  • Wer arbeitet am Prozess? Sind es die Fachexperten selbst oder administrative Zuarbeiter? Davon haengt das Interface-Design ab.
  • Wie hoch ist der Digitalisierungsgrad? KI benoetigt saubere Daten. Wenn der Prozess noch auf Papier oder in unstrukturierten Excel-Listen lebt, muss die Basis erst geschaffen werden.
  • Wie hoch ist das Fehlerrisiko? Ein System, das E-Mails vorsortiert, darf Fehler machen. Ein System, das automatisch Kundenvertraege generiert und versendet, nicht. Definieren Sie das Risiko, bevor Sie entwickeln.

Die drei Saeulen nachhaltiger Implementierung

Damit KI-Systeme langfristig funktionieren, setzen wir auf drei entscheidende Faktoren:

1. Dashboards fuer maximale Transparenz

Wir bauen keine „Black Box". Durch Dashboards schaffen wir Oversight ueber semi-automatisierte Funktionalitaeten. Wenn Mitarbeiter sehen, was die KI tut und wo sie eingreifen koennen, steigt die Adoption im Team extrem an.

2. Monitoring & Tracking der Kosten

KI-Agenten koennen bei falscher Konfiguration enorme Kosten verursachen. Da API-Kosten oft intransparent sind, entwickeln wir spezifische Monitoring-Systeme, die jede Ausfuehrung tracken und die Wirtschaftlichkeit sicherstellen.

3. Datensicherheit & Souveraenitaet

Datenschutz wird oft vernachlaessigt, ist aber das Fundament fuer Enterprise-KI. Wir setzen konsequent auf zwei Wege: Entweder in der EU gehostete KI-Instanzen, deren Daten explizit nicht zum Training der Provider-Modelle verwendet werden – oder den Einsatz von SLMs (Small Language Models) auf eigener Hardware, wodurch keine Daten in die USA gelangen.

Mehr dazu in unserem Blogpost zum Thema Small Language Models.


Fazit: Engineering statt Basteln

KI-Projekte im Jahr 2026 erfordern einen kuehlen Kopf. Es geht nicht darum, das neueste Tool „auszuprobieren", sondern robuste Systeme zu bauen, die auf die Marge einzahlen.

Wir bei franconAI kombinieren Wirtschaftsinformatik mit akademischer KI-Expertise, um genau diese Bruecke zu schlagen. Wenn Sie wissen wollen, wo in Ihrem Unternehmen der groesste Hebel fuer eine KI-Transformation liegt, lassen Sie uns gemeinsam ein Audit starten.

Engineering, not Tinkering. — Der Unterschied zwischen einem KI-Experiment und einem KI-System, das Ihre Marge verbessert, liegt in der strategischen Grundlage.

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